Mietausfallversicherung bietet Schutz gegen Mietausfälle und Schäden

Gepostet von am Feb 15, 2013 in Versicherungen | Kommentare deaktiviert

Eine Mietausfallversicherung nimmt dem Vermieter den Stress bei Mietausfällen und durch Mietnomaden verursachte Schäden. Es sollte genau überlegt werden, ob eine solche Versicherung sinnvoll ist.


Seit geraumer Zeit bietet die Versicherungsbranche Policen gegen Risiken bei Mietnomaden an. Das sind Mieter, die ihre Miete mit Vorsatz nicht zahlen und dann später für immer verschwinden, um den nächsten Vermieter um die Mieteinnahmen zu prellen. Im schlimmsten Fall hinterlassen sie die Wohnung in einem vermüllten Chaos und Vandalismus. Eine Mietausfallversicherung sichert entgangene Mietzahlungen sowie entstandene Kosten, die bei der Beseitigung von Schäden durch Verwüstung, Vermüllung usw. angefallen sind.
Der Bund der Versicherten weist darauf hin, dass so eine Police nur begrenzten Schutz bietet. In der Regel wird der Mietausfall separat abgesichert, die Deckung von Sachschäden gegen einen Zusatzbeitrag. Die meisten Versicherer ersetzen für höchstens zwölf Monate den Mietzins, gedeckelt durch einen Höchstbetrag, zum Beispiel 10.000 Euro. Sachschäden kann man von ca. 5.000 bis zu 30.000 Euro absichern.  Der Versicherungsbeitrag für das einfache Paket, welches nur den Mietausfall abdeckt, kostet rund 60 Euro, er  erhöht auf über 200 Euro jährlich, wenn auch Sachschäden mitversichert sind.   Der Vermieter sollte genau prüfen, ob die versicherte Summe im Ernstfall ausreicht, denn bei höheren Mieten kommt es schnell zu Mietausfällen im fünfstelligen Bereich jährlich. Dann ist bei einer Deckung bis 10.000 Euro nur ein Teil abgesichert.

Geringe Versicherungsleistung

Durchleuchtet man ein verlockendes Versicherungsangebot wird man schnell feststellen, dass die Versicherungsleistung doch nicht so hoch ist wie angepriesen. Die Versicherer rechnen damit, dass der Vermieter  eine Mietkaution von drei Monatsmieten einbehalten hat, die dann den Mietausfall der ersten drei Monate abdecken soll. Somit werden nur für neun Monate die Miete erstattet. Häufig enthalten die Policen auch eine Selbstbeteiligung von 20 Prozent. Kosten eines Rechtsstreites werden nicht abgesichert.
Beachten sollte man auch, dass die meisten Versicherer nur dann zahlen, wenn der Vermieter vorher eine Schufa-Auskunft seiner Mieter eingeholt hat und damit nachweisen kann, dass der Mieter die Miete der vorherigen Wohnung sechs Monate lang pünktlich bezahlt hat. Liegt so ein Nachweis vor, kann man davon ausgehen, dass der Mieter zahlungswillig und -kräftig ist. Somit ist eine Police hinfällig.
Die Wohngebäudeversicherung deckt einige Schäden bei Mietausfällen ab. Wird die Wohnung durch Feuer, Sturm, Leitungswasser oder Elementarereignisse unbewohnbar, erstattet der Versicherer die entgangenge Miete, vorausgesetzt die Schäden sind mitversichert. Nutzt der Eigentümer die Wohnung selbst, bekommt er die Kosten für eine Ersatzunterkunft in Höhe des ortsüblichen Mitzins erstattet.

Bevor ein Vermieter eine Mietausfallversicherung abschließt, sollte er eine Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen machen und sich dann entscheiden.